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Archive for Mai 2009

Slowenischer EU-Abgeordneter kritisiert die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien

Der slowenische Politiker und EU-Abgeordnete Jelko Kacin sprach in einem Interview mit dem Sender A1 der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien über die Aussichten der EU-Integration einiger Balkanländer. In Bezug auf die EJRM nahm er wie folgt Stellung:

„Mazedonien hat die Namensfrage mit Griechenland bis heute immernoch nicht lösen können. Ein Probelm, welches ernsthaft das interne politische Geschehen des Landes belastet, die politische Atmosphäre „vergiftet“ und Populismus* verbreitet. Auch die Beanspruchung von historischen Personen vor der Ankunft der Slawen im Balkan (siehe Alexander der Große, usw.) beeinträchtigt ernsthaft die Entwicklung in Mazedonien“

*Populismus bezeichnet eine um „Volksnähe“ bemühte Politik, die Unzufriedenheit, Ängste und aktuelle Konflikte für ihre Zwecke instrumentalisiert, an Instinkte appelliert und einfache Lösungen propagiert, wobei verantwortungsethische Gesichtspunkte und Aspekte der praktischen Realisierbarkeit weitgehend außer Acht gelassen werden. Populistische Bewegungen entstehen in Phasen raschen gesellschaftlichen Wandels und sind häufig an eine charismatische Persönlichkeit gebunden.

EJRM Premierminister

Modernes Regime: Der Premierminister der EJRM Nikola Gruevski vor einer Vorschau-Leinwand des neuen Verfassungsgerichts im propagierten "antiken mazedonischen" Stil.

Um zum Artikel bezüglich des Gebäudes zu gelangen, hier klicken.

Ein sehr interessanter Beitrag von Herrn Kacin in Bezug zur EJRM. Denn als Slowene und allen voran Slawe, kritisiert er die immer deutlich werdende Pseudo-Identität die den Bürgern der ehemaligen jugoslawischen Republik aufgesetzt wird – als Slawen Nachfahren der antiken Makedonen (einem alt-griechischen Volk der Antike), der als nicht-griechisch dafür aber „proto-slawisch“ proklamiert wird (siehe hier).

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Kategorien:Politik

Wieder eine „Alexander der Große“- Statue in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien

Die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien (EJRM) setzt trotz deutlich lauter werdender Kritik durch die EU und den USA weiterhin auf ihre provokativen Spielchen und beweist ein weiteres Mal die unkooperative Haltung gegenüber dem Namenskonflikt mit Griechenland.

Nachdem schon einmal Statuen von Alexander dem Großen aufgestellt wurden, Straßen und Flughäfen nach ihm benannt wurden, scheut sich die ehemalige jugoslawische Republik nicht noch eins drauf zu setzen und provokativ eine weitere riesige Statue von Alexander in der Hauptstadt Skopje aufzustellen. Schon die Umbenennung des Flughafens von „Petrovec“ in „Alexander der Große“ sorgte für große Proteste in Griechenland und Kritik aus anderen EU-Ländern und der USA.

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Ein Modell der in Italien hergestellten Statue für Skopje

Die neue 22 Meter hohe Statue die Alexander auf seinem Pferd Bukephalos zeigt, soll erst mit dem neuen Bürgermeister der Hauptstadt aufgestellt werden, nachdem sich der jetzige gegen diesen Antike-Wahn wehrte! Laut Angaben einiger Medienberichte der EJRM belaufen sich die Kosten dieser Statue diesmal auf rund 4,5 Millionen Euro. Wann genau die Statue aufgestellt werden soll ist nicht bekannt.

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Zum Vergleich: Ein 18 m hohes Reiterstandbild in El Paso, Texas. Das Standbild Alexander's soll 22 m hoch sein!

Das auswärtige Amt Griechenlands gab zu dieser Aktion bisher noch kein Statement, viel wahrscheinlicher ist es jedoch dass diese provokativen Aktionen mit in den Gerichtssaal genommen werden, nachdem die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien Griechenland vor dem internationalen Gerichtshof in Den Haag zog. Die EJRM wirft Griechenland vor, den im Jahre 1995 zusammen abgemachten „Interim Accord“ – Vertrag mit dem NATO-Veto gebrochen zu haben.

Rechtsanwälte sehen jedoch eher für die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien schwarz, da inbesondere der Artikel 7 des Vertrages mehrere Male eindeutig durch die EJRM gebrochen wurde. Hierzu zählen Aktionen wie die unzähligen Umbenennungen und die mit Plakaten öffentliche Verunstaltung der griechischen Flagge mit einem Hakenkreuz statt dem christlichen Kreuz einige Monate vor der NATO-Versammlung.  Letzteres sorgte in Griechenland für  besonderes Entsetzen, da die EJRM dies schamlos als „Kunst“ beschrieb.

Auszug aus Artikel 7 des „Interim Accord“:

1. Each Party shall promptly take effective measures to prohibit hostile activities or propaganda by State-controlled agencies and to discourage acts by private entities likely to incite violence, hatred or hostility against each other.

Kategorien:Politik