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Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht über verschiedene Themen rund um den Namen Makedonien und der Problematik zu referieren. Hier geht es also um Themen zwischen Griechenland und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien (kurz: EJRM), welche im deutschen Sprachgebrauch oft nur als „Mazedonien“ bezeichnet wird.
Dieser Sprachgebrauch macht leider Probleme, da dieser Name nicht von einer slawischen Nation vollständig beansprucht werden kann die weder ethnische, historische und vorallem sprachliche Grundlagen auf den antiken Namen Makedonien erfüllt.

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Skopje, Februar 2008: Der Premierminister Gruevski legt einen Kranz auf einem Grabstein - im Hintergrund deutlich zu sehen: Das sogenannte "Groß-Mazedonien".

Wo liegt genau das Problem im Namen „Mazedonien“?

In den letzten zehn Jahren verfolgte die Regierung der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien eine extrem provokative, propagandistische und irredentistische Politik, die sich durch zahlreiche Umbenennungen von Straßen und Einrichtungen in antike griechische Namen äußerte. Ebenfalls wird den Schülern beigebracht die nordgriechische Region Makedonien gehöre in Wirklichkeit ihnen – eine ex-jugoslawische und „titoistische“ Ideologie aus den 40er Jahren, die es vorsah ein „Groß-Mazedonien“ zu bilden um kommunistische Kontrolle bis hin zur Ägäis (Das Meer zwischen Griechenland und der Türkei) zu verschaffen. Es entstand ein künstlich erschaffenes „mazedonisches Volk“ und die Region „Vardarska“ in Jugoslawien wurde zu „Mazedonien“ umbenannt.

Die Menschen die diese Identität nun besitzen, bezeichneten sich davor als „mazedonische Bulgaren“ (also ansässige Bulgaren in der geographischen Region Makedonien [Zur Zeit der osmanischen Besetzung]) – auch ihre heute als „eigenständig“ bezeichnete Sprache, die 1944 künstlich entworfen wurde, weißt eine enorme Ähnlichkeit zur bulgarischen auf, etwas was die Kommunikation zwischen diesen zwei Nationen sehr erleichtert.

Nach dem Zerfall Jugoslawiens erklärte diese Region seine Unabhängigkeit und rief den Namen „Republik Mazedonien“ aus. In Griechenland brach daraufhin ein großes Entsetzen aus. Über die Hälfte der zwei Millionen Bürger der Region Makedonien in Griechenland, versammelten sich in Thessaloniki, der Hauptstadt der griechischen Region Makedonien, zu einer Demonstration um auf sich aufmerksam zu machen.

Diese gesamte Problematik wird in anderen Ländern und vor allem in den Medien oft nur als „Namensstreit“ bezeichnet und für viele ist es nicht nachvollziehbar warum sich Griechenland so gegen einen Namen wehrt, oder gar die Aufnahme der EJRM in die NATO und womöglich auch bald in die EU blockiert.

Es ist aber nicht nur ein „Namensstreit“ und auch nicht nur bloß ein Name – sondern eine damit verbundene kulturelle Identität. Eine Identität die die makedonischen Griechen gerechtfertig für sich beanspruchen – denn ausser ihnen hatte niemand jahrhundertelang die Personennamen, Ortsnamen, die Sprache und die Bräuche die kulturell von der Antike bis hin zum oströmischen Reich und dem heutigen modernen Staat Griechenland reichen. Für die Griechen ist es also eine provokative Usurpation der hellenischen (griechischen) Geschichte und Identität. Die Menschen der EJRM, die eine slawische Volkszugehörigkeit haben beanspruchen in den letzten Jahrzehnten diese Geschichte um ein identitätsstiftendes Gefühl zu erzeugen und sich von ihren ebenfalls slawischen Nachbarn, vor allem den Bulgaren, die sie ebenfalls nicht als eigenständiges Volk anerkennen, zu distanzieren. (Siehe Statement des Deutschen Historikertages in Hannover, 2002, 9. Abschnitt)

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Demonstration in Australien: Die Slawen der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien protestieren mit anti-griechischen Parolen. Auf dem Banner zu sehen: "Groß-Mazedonien" und dem Spruch "Solun wird wieder die Hauptstadt von "Mazedonien"". (Solun ist der slawische Name für die Stadt Thessaloniki in Makedonien, Griechenland.)

Aus diesem Grund scheut sich die Regierung der EJRM nicht, antike griechische Statuen aufzustellen, Straßennamen in antike griechische Namen zu verändern, ein modifiziertes Geschichtsbild zu lehren und so ihren Bürgern nach kommunistischem Vorbild einzutrichtern, sie seien die einzig legitimen Nachfahren der antiken Makedonen – und das als ein Volk, das schon immer slawische Namen besaß und eine slawische Sprache sprach.

Wir werden Sie auf unserem Blog also mit den neuesten Informationen versorgen und Ihnen einen Einblick in die Ereignisse geben.

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