Wieder eine „Alexander der Große“- Statue in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien

Die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien (EJRM) setzt trotz deutlich lauter werdender Kritik durch die EU und den USA weiterhin auf ihre provokativen Spielchen und beweist ein weiteres Mal die unkooperative Haltung gegenüber dem Namenskonflikt mit Griechenland.

Nachdem schon einmal Statuen von Alexander dem Großen aufgestellt wurden, Straßen und Flughäfen nach ihm benannt wurden, scheut sich die ehemalige jugoslawische Republik nicht noch eins drauf zu setzen und provokativ eine weitere riesige Statue von Alexander in der Hauptstadt Skopje aufzustellen. Schon die Umbenennung des Flughafens von „Petrovec“ in „Alexander der Große“ sorgte für große Proteste in Griechenland und Kritik aus anderen EU-Ländern und der USA.

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Ein Modell der in Italien hergestellten Statue für Skopje

Die neue 22 Meter hohe Statue die Alexander auf seinem Pferd Bukephalos zeigt, soll erst mit dem neuen Bürgermeister der Hauptstadt aufgestellt werden, nachdem sich der jetzige gegen diesen Antike-Wahn wehrte! Laut Angaben einiger Medienberichte der EJRM belaufen sich die Kosten dieser Statue diesmal auf rund 4,5 Millionen Euro. Wann genau die Statue aufgestellt werden soll ist nicht bekannt.

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Zum Vergleich: Ein 18 m hohes Reiterstandbild in El Paso, Texas. Das Standbild Alexander's soll 22 m hoch sein!

Das auswärtige Amt Griechenlands gab zu dieser Aktion bisher noch kein Statement, viel wahrscheinlicher ist es jedoch dass diese provokativen Aktionen mit in den Gerichtssaal genommen werden, nachdem die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien Griechenland vor dem internationalen Gerichtshof in Den Haag zog. Die EJRM wirft Griechenland vor, den im Jahre 1995 zusammen abgemachten „Interim Accord“ – Vertrag mit dem NATO-Veto gebrochen zu haben.

Rechtsanwälte sehen jedoch eher für die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien schwarz, da inbesondere der Artikel 7 des Vertrages mehrere Male eindeutig durch die EJRM gebrochen wurde. Hierzu zählen Aktionen wie die unzähligen Umbenennungen und die mit Plakaten öffentliche Verunstaltung der griechischen Flagge mit einem Hakenkreuz statt dem christlichen Kreuz einige Monate vor der NATO-Versammlung.  Letzteres sorgte in Griechenland für  besonderes Entsetzen, da die EJRM dies schamlos als „Kunst“ beschrieb.

Auszug aus Artikel 7 des „Interim Accord“:

1. Each Party shall promptly take effective measures to prohibit hostile activities or propaganda by State-controlled agencies and to discourage acts by private entities likely to incite violence, hatred or hostility against each other.

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EJRM: Aus griechischer Architektur wird „mazedonische“ Architektur

Erst Statuen von Alexander und Aristoteles, dann Umbenennungen von Flughäfen und Straßen. Und nun Gebäude im Antike-Style – wie könnte das natürlich auch anders sein? In der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien gewinnt das Wort „Antikisierung“ ein neuen fanatischen und absurden Charakter. In ca zwei Jahren soll ein Gebäude im typisch griechischen Stil fertig gebaut bereit stehen um Platz für das Staatsarchiv, das archäologische Museum und das Verfassungsgericht der EJRM zu bieten.

Folgende Zeichnung ist in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien in der Zeitschrift „Globus“ erschienen:
Laut dem Architekten die typisch „antike mazedonische Architektur eines Königshauses“.

Bleibt nur noch die Frage übrig: Aus welchem Grund wohl die Wörter „antike griechische Architektur“ nicht fallen?

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Der Parthenon von Skopje: Architektur im antiken griechischen Tempelstil

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EU-Kommission: Die „mazedonische“ Identität ist noch nicht definiert!

07/04/2009 1 Kommentar
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Die EU-Kommission und das Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften haben entschieden, dass der Name „Mazedonien“, die selbsternannte „mazedonische“ Identität aber auch das Länderkürzel „MK“ für den Gebrauch innerhalb der EU zukünftig den Beititel „noch nicht definiert“ (engl. „to be defined“) tragen müssen. Da die EU ohnehin nur den Namen „ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien“ (the Former Yugoslav Republic of Macedonia) nutzt, betrifft das viel stärker das Länderkürzel „MK“, dass nun vollständig gegen „noch nicht definiert“ ersetzt wird.

Der Beschluss kam nachdem Erik Meijer (EU-Kommission für Tourismus und Verkehr) die Verwendung des Namens „Mazedonien“ und vorallem das Kürzel „MK“ in Frage stellte. Die Fragen die Herr Meijer an die Kommission stellte können Sie hier lesen: [1] Die Antwort von Herr Barroso hier: [2]

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Mehr Informationen darüber finden Sie hier: [3][4]

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„Mazedonisches Gebet“ – Niče Dimovski, Direktor des faschistischen Filmes im Interview

Der Direktor der Dokumentation „Mazedonisches Gebet“ (Makedonska Molitva), welche an Weihnachten im staatlichen Fernsehen der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien (EJRM) gezeigt wurde (wir berichteten) und weltweit wegen seiner faschistischen und rassistischen Aussagen für Aufsehen sorgte, hat nun in einem Interview ein unglaubliches Statement abgegeben. Und so etwas darf sich in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien „Dokumentation des staatlichen Fernsehens“ nennen!

Das Video enthält neben der originalen slawischen Sprache englische Untertitel.

Das Video wurde aufgenommen und bereitgestellt von vardaraxios.wordpress.com

Die deutsche Übersetzung:

Auf die Frage was Herr Dimovski von der Kritik an seinem Video zu sagen hat, antwortete er im Video folgendes:

„Ich war mir sicher wenn meine Mazedonier das Gebet hören, dann werden die Glocken läuten und sich die Tore des Himmels öffnen. Ich war mir sicher, wenn meine Mazedonier das Gebet hören werden sie wissen, dass Gott Mazedonien liebt. Aber ich war mir ebenfalls sicher ,dass die Tore der Hölle sich öffnen und der Teufel sich gegen das Gebet stellen wird.“

Auf die Frage zu seinem rassistischem Bild, die Entstehung der kompletten weißen „Menschenrasse“ von den heutigen „Mazedoniern“  (also „Mazedonoide“) antwortete Herr Dimovski:

„Ich bin Autor, es ist meine Sache wie ich es zu definieren habe. Wissen Sie, auf diesem Planeten existieren folgende Rassen… Weiße, Schwarze und Gelbe… Wenn die Gelben Mongoloiden sind und die Schwarzen Negroiden, dann müssten die anderen… ja… irgendwie genannt werden.“

Das Gesicht dieses Mannes sollten sie vorallem bei dieser Aussage betrachten – dann wissen Sie dass in diesem Land vieles nicht mit rechten Dingen zugeht!

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Ex-Ministerpräsident der ehem. jugoslaw. Rep. Mazedonien: „Der heutige Antike-Wahn wird später noch für große interne Probleme sorgen!“

Der ehemalige Ministerpräsident (1998 – 2002) und Gründer der Partei VMRO-DPMNE der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien Ljubco Georgievski sprach im Februar beim Sender A2 über den heutigen Patriotismus in der EJRM.

Ljubco Georgievski auf die konkrete Frage über seinen eigenen Patriotismus im Vergleich zu den 90ern:

„Schauen Sie, der heutige Patriotismus in der Republik Mazedonien ist… lassen Sie es mich so ausdrücken: ein Kitsch-Patriotismus. Auch wenn es für mich wie etwas aussieht, dass nicht als Patriotismus genannt werden kann. […] Wenn wir es darauf reduzieren ist es reine Nationalpolitik in Richtung riesiger Propaganda die die Bürger des Landes als „antike Makedonen“ aussehen lassen soll um politisch zu profitieren. Die gesamte Geschichte [Heutige „Mazedonier“ die Nachfahren der antiken Makedonen] ist toll anzuhören eben weil sehr sehr viele Menschen in der Republik Mazedonien diese Geschichte hören wollen. Aber damit bewegt man sich nicht nur auf ziemlich dünnen Ästen… und nicht wegen Griechenland, sondern wir erzeugen damit intern große Probleme.  Schauen Sie mal.. vor 20 Jahren mussten wir uns als „Jugoslawen“ bezeichnen, heute zwingen Sie uns uns „antike Makedonen“ zu nennen. Ich kenne Tausende von Menschen die sich als Slawen fühlen – was soll mit diesen Menschen passieren? Soll man sie mit Propaganda zwingen etwas anderes zu sein? […]“

Den Ausschnitt der Sendung finden Sie hier:

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Der Stein von Rosetta im Visier der Pseudo-Historiker

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Die "Historiker" Boshevski und Tentov

Seit einigen Monaten kursiert auf vielen Internetseiten der EJRM eine „akademische“ Studie über den Stein von Rosetta. Die „Forscher“ Tome Boshevski und Aristotel Tentov aus der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien haben ihre Studie über diesen Steinblock veröffentlicht – die Thesen dieser „Wissenschaftler“: Auf dem Rosetta-Stein sei eine Vor-Form der heutigen „mazedonischen“ (süd-slawisch) Sprache!

Die „Forscher“ gehen sogar weiter:

Wir glauben, dass die antike makedonische Sprache ein Vorläufer nicht nur aller heutigen Sprachen auf dem Balkan, aber aller slawischen Sprachen sei. Wir glauben – und mit der Zeit wird das bewiesen – dass all‘ diese Sprachen von der antiken makedonischen Sprache abstammen. Lassen Sie uns also sagen, die antike makedonische Sprache war eine proto-slawische Sprache!

Die Thesen dieser zwei Historiker wurden nie auf einem seriösen wissenschaftlichen Magazin oder einer Zeitung veröffentlicht, noch bekamen beide die Erlaubnis ihre Arbeit außerhalb der EJRM auf Fakultäten mit ägyptologischen oder antiken griechischen Lehrstuhl zu präsentieren oder darüber zu referieren – aus dem einfach Grund weil ihre Arbeit nicht ernst genommen wird! Anders jedoch in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien – Medien, Internetseiten, Foren und Videoportale wie youtube präsentieren diese Thesen wie die historische Sensation des 21. Jahrhunderts, und all das um eines zu beweisen: Die heutigen „Mazedonier“ seien die Nachfahren der antiken Makedonen. Geschichte ad absurdum für Ägyptologen – gefundenes Fressen für revisionistische Nationalisten.

Doch was ist der Rosetta-Stein eigentlich?

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Der Rosetta-Stein

Der Stein von Rosetta ist ein ca. 1,15 m hoher und ca. 73 cm breiter Steinblock (Stele) mit dem Gewicht von ca. 765 kg und stammt aus dem Jahr 196 v. Chr.. Der Steinblock enthält eine bilinguale (zweisprachige) Inschrift in drei Versionen. Zu Ehren des damaligen griechisch-stämmigen (aus Makedonien) ägyptischen Königs Ptolemaios V.: Epiphanes Eucharistos (griech. Πτολεμαίος E‘ ὁ Ἐπιφανής). Es handelt sich um ägyptische Hieroglyphen, demotisches ägyptisch und der griechischen Sprache (Koine). Der Block enthält also dreimal den gleichen Text in verschiedener Schreibform – und gilt wegen der griechischen Sprache als eines der wichtigsten Artefakte zur Entzifferung der ägyptischen Schriften. Hochauflösendes Bildmaterial finden Sie hier: [Bild 1][Bild 2]. Der Steinblock steht heute im British Museum [1].

Kurzer geschichtlicher Rückblick:

Nach dem Feldzug Alexanders des Großen und dessen Tod wurde sein riesiges Reich unter seinen Feldherren aufgeteilt. Dabei bekam Ptolemaios I.: Soter (Πτολεμαῖος Α‘ ὁ Σωτήρ) das Gebiet in Ägypten und somit wurde die griechische Sprache die administrative Sprache in Ägypten [2]. Im Jahre 304 v. Chr. erfolgte seine Krönung wodurch er sich später auch als Pharao sah. Vier Generationen später kam dann Ptolemais V. an die Macht – ihm zu Ehren wurde der Steinblock gefertigt.

Der Boshevski-Tentov- Revisionismus:

links: griechisch; mitte: demotisches Ägyptisch; rechts: ägyptische Hieroglyphen

links: griechisch; mitte: demotisches Ägyptisch; rechts: ägyptische Hieroglyphen

Obwohl Ägyptologen vom ersten Tag der Entdeckung die zwei ägyptischen Schreibformen und die griechische Sprache identifizieren konnten, behaupten die Pseudo-Historiker schamlos: Es handle sich um ägyptisch, griechisch und statt demotisch, die proto-slawische Sprache – ein Vorläufer der heutigen „mazedonischen“ Sprache. Obwohl die Slawen erst im 6. Jahrhundert nach Christus in die geographische Region Makedonien wanderten, behaupten Boshevski und Tentov, dass die Sprache schon im 3. Jahrhundert vor Christus durch Alexander dem Großen nach Ägypten kam. Dass hier bekannte Studien der Anthropologie vollkommen ausser Acht gelassen werden muss wohl nicht näher erläutert werden!

Aber um diese absurden Ansprüche zu verstehen braucht man gar nicht so weit zurück zu gehen. Seit der Unabhängigkeit der EJRM nach dem Zerfall Jugoslawiens, hebt die mehrheitlich slawisch bevölkerte ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien Ansprüche auf das antike nordgriechische Volk der Makedonen. Ihrer Ansicht nach waren die antiken Makedonen ein von den restlichen Griechen komplett eigenständiges Volk – dass die antiken Makedonen eine komplett griechische Kultur hatten, die griechische Sprache sprachen und dies auch so im antiken Ägypten und nach Indien brachten scheint in der EJRM wohl keinen zu interessieren.  Aber das Prinzip ist einfach: Da Slawen keine Makedonen sind, werden Makedonen eben zu Slawen gemacht!

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Vasco Gligorijević wieder frei!

Der ehemalige serbische Student der vorletzten Monat wegen seiner politischen Ansichten von der Polizei abgeführt und in eine Psychiatrie eingeliefert wurde (wir berichteten) ist wieder frei! Am heutigen Morgen meldete er sich im bekannten australischen Makedonien-Forum und gab bekannt, dass es ihm gut gehe. In der nächsten Zeit wird er näheres über seine illegale Festnahme berichten. Vasco bedankte sich zudem bei der griechischen Delegation und den Forum-Mitgliedern für ihr Engagement bezüglich seiner Freilassung und vorallem die Bekanntmachung des Vorfalls international.

Vascos Forumbeitrag

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